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16.02.2015

Hallen-SM Gold für Lisa Kurmann über 3000m

Am Wochenende wurde im Athletik Zentrum St. Gallen die Leichtathletik Hallen-Schweizermeisterschaft ausgetragen. Mit insgesamt fünf Medaillen durch acht Athleten realisierte die LV Winterthur eine bemerkenswerte Ausbeute, ein zweiter Platz „ohne Medaille“ kam noch hinzu.

Die erfolgreichste Athletin der LV Winterthur war 1500m-Spezialistin Lisa Kurmann, die sich für einmal über die längere Distanz von 3000m den Titel sicherte, das erste Mal in der Halle. Die junge Delia Sclabas (Jg. 2000, Gerbersport) führte das Rennen lange an, ehe Kurmann auf dem letzten Kilometer die Führung übernahm und den Abstand zur Zweitplatzierten zunehmend vergrösserte. Kurmann entschied das Finale in 9:38.44min für sich, eine schnelle Zeit für ein Meisterschaftsrennen.

Im Dreisprung überflügelte die erst 18jährige Vivian Nyuma fast alle ihre älteren Konkurrentinnen. Sie sprang im sechsten und letzten Versuch, als ihr der zweite Platz nicht mehr zu nehmen war, das erste Mal in ihrer noch jungen Karriere über die 12-Meter-Marke: 12.10m und verbesserte damit ihre persönliche Bestleistung um 19 Zentimeter. Lediglich Barbara Leuthard (LC Zürich) gelang es, an diesem Tag weiter zu springen. Leuthard gewann mit 12.45m den Dreisprung der Frauen. Eine Medaille gab es für die Kamerunerin Nyuma indes nicht, da sie noch nicht für die Schweiz startberechtigt ist.

Im Stabhochsprung lief Routinier Patrick Schütz zur richtigen Zeit zur Bestform auf. Vor Wochenfrist noch lediglich mit 4,80m in der Hallen-Saisonbestenliste verzeichnet, sprang Schütz ohne Konkurrenz zur Silbermedaille. Mit 5.10m übernahm er zwischenzeitlich sogar die Führung, vor Marquis Richards (TV Arlesheim), der bei 5.00m in den Wettkampf eingestiegen war. Richards pokerte hoch und übersprang seine nächste Höhe von 5.30m im zweiten Versuch, während Schütz auf dieser Höhe ausschied. Richards versuchte sich danach drei Mal am Selektionswert für die Hallen-Europameisterschaften in Prag von 5.50m.

Über die 800m kam es zum Duell zwischen Livia Müller und Yasmin Giger (Amriswil Athletics). 700m verlief das Rennen absolut offen. Erst vor der letzten Kurve gelang es Giger sich vor Müller zu setzen und bis ins Ziel wenige Meter zu enteilen. Müller lief in 2:14.95min ins Ziel – lediglich 34 Hundertstelsekunden hinter Giger.

Reto Amaru Schenkel der schnelle Mann der LV Winterthur konnte nach einem ärgerlichen Stolperer im Halbfinale (6.79s) auch im Finale über 60m nicht die erwünschte Spitzenzeit laufen, die ihn an die Hallen-Europameisterschaften bringen sollte (6.70s). Geschlagen von Pascal Mancini (FSG Estavayer-le-Lac, 6.68s, Limite damit erfüllt) und Steven Gugerli (GG Bern, 6.77s) musste Schenkel sich in 6.80s mit Bronze zufrieden geben.

Im Stabhochsprung der Frauen sicherte sich Jasmine Moser mit Saisonbestleistung die Bronzemedaille. Sie übersprang 3.90m und scheiterte erst an ihrer persönlichen Bestleistung von 4.00m. Nach einer zweijährigen Verletzungsodyssee scheint sie nun wieder ganz zurück zu sein. Ihre jüngere Schwester, Angelica Moser (LC Zürich), übersprang 4.20m. Der Titel ging an Nicole Büchler (ebenfalls LC Zürich). Die Schweizerrekordhalterin übersprang 4.40m und versuchte sich anschliessend dreimal an 4.60m.

Der jüngste Teilnehmer der LV Winterthur an den diesjährigen Hallen-Meisterschaften war Andrin Frei (Jg. 97). Frei übersprang mit viel Nervosität seine Anfangshöhe von 4.30m im dritten Versuch. Bei 4.50m zeigte er im dritten Versuch mit einem hohen Sprung, wie er sich unter die besten acht Springer des Landes vorgearbeitet hatte, fiel aber auf die Latte und schied auf Rang 7 aus.

Adrian Epprecht belegte mit einer Zeit von 2:06:58.min den 6. Rang über 800m. In einem von Taktik und Körperkontakt geprägten Rennen konnte Epprecht die vielen Tempowechsel nicht mitgehen und musste die Spitze bei Rennhälfte ziehen lassen.

 

 

(ps)

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