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12.09.2017

Leichtathletik Schweizermeisterschaften der U20 und U23 Kategorien in Lausanne

Wesentlich mitgeprägt wurden die Leichtathletik Schweizermeisterschaften der U20 und U23 Kategorien in Lausanne von den erfolgreichen Nachwuchsathleten der LV Winterthur. Nicht weniger als achtmal Edelmetall hatten die LVW-Athleten am Ende dieses Meisterschaftswochenendes gewonnen. Dazu kommt die makellose Bilanz der gesamten Winterthurer Delegation an diesen nationalen Titelkämpfen: Nebst den acht Podestplätzen kamen noch zwölf Top-8-Ränge dazu, somit schafften alle teilnehmenden Winterthurer den Finaleinzug.

 

Der Sprinter Aaron Cardona war dabei der überragende Athlet aus Winterthurer Sicht: Mit zwei U20-Medaillen über 100- und 200m konnte der Junioren-Europameisterschaftsteilnehmer seinem hohen Erwartungsdruck grösstenteils gerecht werden und durfte sich je eine Bronze- (100m) und eine Silbermedaille (200m) umhängen lassen. In beiden Disziplinen absolvierte er die Vorläufe in souveräner Art und Weise, kam aber dann in den Finalläufen mit  11.00s über 100m und 21.98s im 200m-Lauf nicht ganz an seine hochkarätigen Bestleistungen dieses Sommers heran, auch weil vor allem der 100m-Final am Samstag unter garstigen Wetterbedingungen stattfand. Natürlich habe er mit einer Goldmedaille geliebäugelt, so der 18-Jährige. Aber im Wissen um die starke Konkurrenz darf er mit seinem Abschneiden zufrieden sein. „Diese Erfahrung motiviert mich zusätzlich“, blickt Cardona voller Vorfreude auf die nächste Saison.

Über die beiden Sprintdistanzen 100- und 200m trat in der U20-Kategorie auch Andrea Rutschmann an. Nach einem etwas verkorksten 100m-Final am Samstag (12.49s; 12.39 im Halbfinale), der ihr den 5. Platz einbrachte, lief Rutschmann am Sonntag über 200m zu Bronze (25.07s) und durfte sich somit das angestrebte Edelmetall doch noch umhängen lassen.

Hari Roy Rasiah, wie Cardona erstmals U20-EM-Starter in dieser Saison, konnte sich nach 2015 und 2016 bereits die dritte 400m-Schweizermeisterschaftsmedaille umhängen lassen. Ein beherzter Lauf, den Rasiah mutig auf Augenhöhe mit dem Favoriten und späteren Sieger Devantay (47.89s, SA Bulle) anging, brachte ihn mit einer starken Zeit von 48.82s auf den Bronzeplatz.

Nachdem die eigentliche Kurzhürdenspezialistin Kiana Rösli am Ende einer von einer Verletzung geprägten Saison über 100m Hürden nicht mehr richtig auf Touren kam, musste sie sich auch in Lausanne in dieser Disziplin mit einem fünften Rang zufrieden geben (14.84s). Nur eineinhalb Stunden später lief die Ossingerin in neuer persönlicher Bestzeit (63.57s) aber zur Bronzemedaille über 400m Hürden, einer Disziplin, für welche sie bis anhin noch keinen spezifischen Aufbau absolviert hatte. Ebenfalls im 400m Hürden-Final stand Röslis Teamkollegin Meret Schirrmeister, welche in 65.11s gute Fünfte wurde.

Einen unglücklichen Ausgang nahm der U20-Hochsprungwettkampf für den neuen LVW- Springer David Keller: Trotz übersprungenen 1.90m, nur einen Zentimeter unter seiner Bestleistung und gleich hoch wie die beiden Drittplatzierten, musste der 18-Jährige mit dem fünften Platz Vorlieb nehmen, da er mehr Fehlversuche zu Buche stehen hatte. Seine Teamkollegin Kristina Schüpbach wurde bei den Juniorinnen mit übersprungenen 1.51m Achte.

Im Diskuswurf der U20 warf Anja Stutz die siebtbeste Weite mit der 1kg-Scheibe bei den Frauen (33.93m), Marco Niederhauser erreichte bei den Männern mit dem 1.75kg-Diskus ebenfalls einen Finalplatz und wurde Achter (37.22m). Der LVW-Werfer überzeugte zudem mit der 6kg-Kugel, wo er mit neuer Bestleistung guter Sechster wurde (13.38m).

 

Aus Sicht der LV Winterthur hatte in der älteren U23-Kategorie der Stabhochspringer Adrian Kübler die besten Aussichten auf einen Spitzenplatz. Der Zweite der diesjährigen Elite-Schweizermeisterschaften bekundete jedoch in Lausanne Mühe in den Wettkampf zu kommen und überquert nur gerade die Anfangshöhe von 4.60m. Trotzdem gewann Kübler, welcher diese Saison mit mehreren 5m-Sprüngen aufhorchen liess, damit Silber.

 

Vor Wochenfrist noch Bronzemedaillengewinner an den Team-Schweizermeisterschaften der Aktiven im Kugelstossen geworden, wusste sich der aufstrebende LVW-Werfer Matthias Knöri auch in Lausanne im U23-Feld zu behaupten. Mit neuer persönlicher Bestleistung von 13.49m mit der 7.26kg schweren Kugel gewann Knöri die Bronzemedaille. Wenig später durfte warf er auch noch den 2kg-Diskus so weit wie noch nie (38.04), was dem Altikoner den sechsten Platz einbrachte.

Eine Silbermedaille gewann Vivian Nyuma im Dreisprung der U23-Konkurrenz. Mit soliden11.94m zeige sie sich, mit Rücksicht auf ihren momentanen Formstand, zufrieden. Der Sprung zuoberst auf das Podest hätte einen Exploit ihrerseits gebraucht, welchen sie am Samstag nicht zu zeigen vermochte. Ein spannendes Weitsprungfinale am zweiten Tag der Schweizermeisterschaften in Lausanne hatte leider nicht den erhofften glücklichen Ausgang für Nyuma, sie musste sich mit einer Weite von 5.66m mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Ebenfalls in der U23-Kategorie zeigte sich Sheila Graber in guter Form, welche sowohl über die 100m Hürden als auch über 200m den Einzug in den Finallauf schaffte und dort in 15.41s und 27.17s Achte wurde.

 

Auffallend an diesen Nationalen Titelkämpfen war die Breite des LVW-Nachwuchs: Nebst den Spitzenplätzen in den momentan dominanten Sprintdisziplinen konnten erfreulicherweise auch Schweizermeisterschaftsmedaillen in den Sprüngen und Würfen gewonnen werden, sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen. Dies darf unmittelbar das Männer-Team der LV Winterthur zuversichtlich stimmen, welches kommendes Wochenende in Leiria (Por) die Schweiz am U20-Mannschafts-Europacup vertreten wird und mit diesem internationalen Einsatz einem hochkarätigen Saisonabschluss entgegenblicken darf.

Das starke Abschneiden der LVW-Athleten in Lausanne, vor allem auch in der Breite, dürfte aber nicht zuletzt auch den Verein im Hinblick auf die Schweizerischen Vereinsmeisterschaften der kommenden Jahre zuversichtlich stimmen: Die zur Zeit noch in den Nachwuchskategorien Startenden sind dort teilweise bereits jetzt wichtige Teamstützen und werden für den angestrebten Verbleib des LVW-Frauen- und Männerteams in der höchsten Schweizer Liga in näherer Zukunft der entscheidende Faktor sein.

 

pb

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