, Rösli Mahara

Nino Freitag holt Bronze am U23-Strassen-Länderkampf

Es war nur eines von vielen Highlights, das Nino Freitag diese Saison feiern durfte: Am U23-Strassen-Länderkampf in Italien holte sich der Ausdauerspezialist überraschend die Bronze Medaille.

Zwei Wochen Saisonpause – dann direkt ins italienische Triest an den U23-Länderkampf. Und das einmal mehr in den Schweizer Farben, wie es sich Nino Freitag spätestens seit dieser Saison gewohnt ist. Zusammen mit acht anderen Läuferinnen und Läufern sowie seinem Trainer Ramon Schweizer reiste Nino an den Grossanlass - eine attraktive Startgelegenheit, um sich in einem internationalen Feld zu behaupten und weitere Erfahrungen zu sammeln. Überraschend lief er an der «Corsa dei Castelli»  aufs Podest – und das völlig unverhofft. «Ich hatte keine grossen Erwartungen an den Wettkampf», so der junge Athlet. Denn nach einer kurzen Saisonpause «fast ohne Sport», begann er erst kürzlich wieder mit dem Aufbau. Den Wettkampf sah er lediglich als Formcheck. «Zweimal stieg ich während der Saisonpause illegal aufs Velo», sagt Freitag und lacht. Denn ganz ohne Sport, das fällt ihm schwer. Die Erwartungen? Diese blieben tief.

Ohne Erwartungen zum Podestplatz

Erst kurz vor dem Wettkampf habe sich abgezeichnet, dass deutlich mehr möglich sein könnte «Als ich dann sah, dass ich mit der schnellsten Zeit auf der Startliste bin, habe ich meine Erwartungen hochgeschraubt», sagt der Schweizer Meister über 10 000 Meter.  Mit einer Zeit von 29:25 Minuten kam Nino bis auf 11 Sekunden an seine persönliche Bestzeit heran und lief zusammen mit Fabienne Müller als einzige Schweizer aufs Podest.  «Es hätte nicht besser laufen können».

Erfolgreiche Saison hinter sich

Diesen Sommer hangelte sich das LVW-Nachwuchstalent von Grossanlass zu Grossanlass – und startete immer wieder an internationalen Wettkämpfen. «Die ganze Saison war ein riesiges Highlight», blickt Freitag auf seine Erfolge zurück. Immer wieder lief er mit grossen Namen wie Dominic Lobalu und Jonas Raess – und zeigte, dass er auch bei der Elite mitlaufen kann. Da war die Strassenlauf-EM in Brüssel, die U23-Europameisterschaft in Bergen und der Schweizermeistertitel bei den Aktiven über die 10 000 Meter. Sogar für einen Vereinsrekord an der SVM über 3000 Meter (8:18.69)  und einem Abstecher über die 800 Meter – mit Vereinsbestzeit 2025 (1:55.16) – reichte es locker. Doch die Saison ist noch nicht vorbei. Bald steht ein weiterer Höhepunkt an: Die Cross-EM in Portugal.